Logo des Deutschen Architektur Verlages
Hagen Stier
© Hagen Stier
Buch
EBook
App

IKEA Citystore

Mit dem IKEA Citystore Altona realisierte das Büro DFZ in Hamburg die weltweit erste innerstädtische IKEA-Filiale. Die größte Herausforderung für die Architekten bestand darin, das typische Aussehen der Möbelhaus-Kette in städtischen Kontext zu übertragen und trotzdem den zwangsläufig äußerst voluminösen Bau möglichst stimmig in den Flair der Altonaer Altstadt einzufügen.
Mit der Untergliederung in einzelne Fassadenbänder sowie leichten Vor- und Rücksprüngen werden die Proportionen der Umgebungsbebauung aufgenommen und das massive Bauvolumen in die heterogene städtebauliche Struktur eingefügt. Die langgestreckten Fensterbänder treten an manchen Stellen hervor, so dass eine visuelle und räumliche Verknüpfung des Stadtraums mit den inneren Funktionen stattfindet. Der zurückspringende Straßenraum erhält mit dem Neubau eine klar gefasste Raumkante, die sich an die vorhandenen, angrenzenden Fassadenfluchten anpasst. Der Dachrand unterhalb der Parkebenen orientiert sich an den Attikahöhen der umliegenden Bebauung. Das prägnanteste Leitdetail stellen die geschuppten, stirnseitig blau eingefärbten Fassadenelemente aus Metall dar. Die unterschiedlich dicht angeordneten Paneele verweisen auf die Optik eines Strichcodes und geben dem Gebäude aus jedem Betrachtungswinkel eine andere Wirkung. Zur Wohnbebauung auf der gegenüberliegenden Straßenseite zeigt sich die Fassade aluminium-weiß, während Passanten, die sich vom Bahnhof Altona nähern, eine einheitliche Farbfläche im konzerntypischen Blau wahrnehmen, die sich aus den schmalen Kanten der Elemente zusammenfügt. Zusammen mit dem gelb eingefärbten, verglasten Kubus, der den Haupteingang darstellt, werden so die Firmenfarben klar aber unaufdringlich präsentiert.

© Hagen Stier / DFZ Architekten
© Hagen Stier / DFZ Architekten

Der Anspruch von DFZ Architekten, simple Lösungen für komplexe Aufgaben zu entwickeln findet sich in der Grundidee der Fassadengestaltung wieder: Das konstruktive und gestalterische Prinzip der gekanteten Fassadenelemente prägt das komplette Erscheinungsbild des Gebäudes und erfüllt zugleich die Anliegen seitens der Nutzer, Politik, Stadt und Bürger. Die Metallelemente sind das konstruktive und gestalterische Prinzip, dass die vorher definierten Ansprüche an das Projekt­ erfüllen soll. Vor allem Bauvorhaben, die sich aufgrund ihrer Lage in einem besonderen öffentlichen Fokus befinden, bieten die Möglichkeit, ein durch Corporate Identity geprägtes Erscheinungsbild großmaßstäblich im öffentlichen Raum zu präsentieren.

Baujahr
2014
Bauherr
IKEA Verwaltungs-GmbH
Fläche
Fassade 15.127 m²
Standort
Große Bergstraße 164
22767 Hamburg
Deutschland
Beteiligte
Hochbauliche Planung: nps tchoban vos GmbH & Co KG; Ausschreibung+ Bauleitung: Inros Lackner AG; Tragwerksplanung: Klein + Albert und Partner GmbH; Frei- und Verkehrsanlagen: PGSJ – Planungsgruppe Skribbe-Jansen GmbH; Fotografie: Hagen Stier

DFZ Architekten

DFZ Architekten GmbH
Klopstockstr. 23
22765 Hamburg
Deutschland

Weitere Projekte