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DELUGAN MEISSL
© DELUGAN MEISSL
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MIBA Forum

Tradition und Identität einerseits, Innovationsgeist und Zukunftsorientierung andererseits – die Grundparameter der Unternehmensphilosophie der MIBAGroup – prägen in ausgewogener Weise den Entwurf des neuen MIBA-Headquarters und bilden sich in der neu zu schaffenden Arbeitswelt ab.
Eine regional verankerte Bauform wird einer anonymen, zeitgeistigen „Brand-Architektur“ vorgezogen, um den Anforderungen an das Gebäude als Begegnungs- und Kommunikationsstätte mit Anspruch auf Repräsentation einesweltweit tätigen Unternehmens gerechtzu werden. Die in der Region traditionelleTypologie des Vierkanthofes wird neu interpretiert und ermöglicht, die identitätsstiftenden Werte des Unternehmens sowie funktionale Anforderungen zeitgemäß umzusetzen.

Die vorgelagerte „Naturlandschaft“ stellt visuelle Bezüge zum Betriebsgelände mit besonderem Fokus auf die MIBA Academy und den historischen Altbestand – die Keimzelle des Unternehmens – her. Großzügige Baumbepflanzungen markieren atmosphärisch attraktive Aufenthaltsbereiche im Freiraum, Streuobstwiesen schaffen eine selbstverständliche Einbettung in das landschaftliche Umfeld.

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Die unterschiedlichen Funktionsbereiche sind auf zwei Geschoßen um einen Innenhof gruppiert. Nutzungsschwerpunkte wie „Begegnen und Zusammenarbeiten“, „Technologie“, „Lernen und Wachsen“ sind im Erdgeschoß des Gebäudes situiert, bilden mit dem Kunden- und Servicebereich eine funktionale Einheit. Bindeglied ist eine, den Innenhof umlaufende, Ausstellungszone, in der sich die MIBA Group in adäquatem Umfeld präsentieren kann. Ein großzügiger Luftraum über dem Foyer bildet den räumlichen Übergang zur multifunktionalen Büroetage. Im höhendifferenzierten Obergeschoß ist die Office-Welt situiert, welche flexibel bespielbar die Anordnung von intimen Zellenbüros ebenso wie fein gegliederte Großraum- und Kombibüro- Typologien zulässt. Die Dachkonstruktion überspannt eine differenzierte, identitätsstiftende Raumstruktur, welche in ständiger visueller Beziehung zum Firmenareal, zu den Mitarbeitern des Betriebes und zu den Kunden steht.

Das äußere Erscheinungsbild wird von einem verputzten Außenwandring mit abgesetzter Dachfläche aus Keramikeindeckung geprägt. Fensterbänder definieren die Zäsur zum Boden und zum Dach.Keramische Lamellen sind den Verglasungen in der Dachhaut vorgelagert und strukturieren somit die prägende Dachkonstruktion.

Der Entwurf thematisiert Raumübergänge unterschiedlichster Transparenzen, von der kompakten Fassade, bis hin zum offenen Innenhof.

Baujahr
2015
Fläche
8.989 m² BGF
Standort
Dr. Mitterbauer-Str. 3
4663 Laakirchen
Österreich
Wettbewerb
2014
Beteiligte
Bollinger + Grohmann Ingenieure

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Mittersteig 13/4
1040 Wien
Österreich

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