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Christian Richters
© Christian Richters
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Skantherm Fireworks

Der Neubau der Firmenzentrale des Kaminofenbauers Skantherm empfängt den Besucher mit einem konzeptuell angelegten Eingangshof, der sich neben der hochgezogenen Fassade des Kopfbaus erstreckt und in seinen gestalterischen Details die vier Elemente erkennen lässt. Zuerst fällt das Feuer eines Kamins ins Auge, das direkt über dem Eingang auf einem großformatigen Screen gezeigt wird. In der Trennlinie zwischen einer Wand aus Brennholz und der Beton­fläche des Portals ist Wasser vertreten; Erde findet sich am Fuß eines Baums, der direkt neben dem Eingang gepflanzt wurde und die Luft wird durch die Bewegung seiner Blätter symbolisiert.
Im Inneren sind die drei Funktionsbereiche des Komplexes dezent voneinander differenziert. Die doppelgeschossige Lobby mit dem angeschlossenen Showroom markiert die Fläche, die für die Besucher des Unternehmens vorgesehen ist. Eine offene Zonierung durch Glas- und Schrankwände erlaubt den Blickkontakt zwischen Verkaufsraum, Verwaltung und Produktionsstätte und macht eine personelle Besetzung des Eingangsbereichs überflüssig. Materielle und farbliche Akzente werden durch die Verwendung des unternehmens­typischen Corten-Stahls, mattschwarze Flächen und eine feuerrote Wendeltreppe gesetzt, die den Weg zum Konferenzraum markiert.

 © Christian Richters
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Der Bürobereich erstreckt sich entlang der vollverglasten Westwand, die den Blick in einen angrenzenden Wald öffnet. Die Begrenzungen zwischen den Flächen beschränken sich auf ein System von orthogonalen Linien, die Raumecken vermeiden um möglichst viele Durchgänge und visuelle Kontaktpunkte offen zu lassen. Auch akustisch voneinander getrennte Bereiche, wie der Konferenzraum, sind durch Glasflächen einsehbar und fügen sich in das transparente Raumkonzept ein.
Das Gebäude zeigt in der schlichten Eleganz seiner Form und dem Spiel mit firmencharakteristischen Farben und Materialien eine prägnante architektonische Umsetzung der Corporate Identity des Kaminofenbauers. Die gestalterischen Details erwecken Assoziationen mit typischen Themenfeldern wie Feuer, Asche und Ruß und präsentieren die handwerklichen Aspekte durch Einblicke in die Produktionsräume.

Baujahr
2009
Bauherr
Benedikt Wagner
Fläche
ca. 6.408 m² BGF
Standort
Von-Büren-Allee 16
59302 Oelde
Deutschland
Beteiligte
Statik: Ingenieurgemeinschaft Bröcking + Vullhorst GmbH Fotografie: Christian Richters

drewes+strenge

drewes+strenge architekten bda
Sudbrackstrasse 12
33611 Bielefeld
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